Gleichstellung

Für eine Stadt, in der alle die gleichen Chancen haben

Eine gerechte Gesellschaft entsteht nicht von allein. Gleichstellung bedeutet, dass alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter, sexueller Orientierung oder einer Behinderung – die gleichen Chancen auf Teilhabe, Sicherheit und Selbstbestimmung haben. Dafür wollen wir uns in Papenburg konsequent einsetzen.

Ein Frauenhaus für Papenburg

Frauen und ihre Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, brauchen schnelle und wohnortnahe Hilfe. Derzeit gibt es in Papenburg kein Frauenhaus. Das möchten wir ändern.

Wir setzen uns für die Einrichtung eines Frauenhauses in Papenburg ein und wollen gemeinsam mit dem Landkreis, dem Land Niedersachsen und sozialen Trägern die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Jede betroffene Frau muss die Möglichkeit haben, Schutz, Beratung und Unterstützung zu erhalten – ohne weite Wege oder lange Wartezeiten.

Schutz und Prävention ausbauen

Neben einem Frauenhaus wollen wir die Beratungs- und Unterstützungsangebote für Betroffene stärken. Präventionsarbeit an Schulen, Aufklärung über häusliche Gewalt sowie eine enge Zusammenarbeit von Beratungsstellen, Polizei, Justiz und sozialen Einrichtungen sollen dazu beitragen, Gewalt frühzeitig zu erkennen und wirksam zu bekämpfen.

Öffentliche Räume sicher gestalten

Alle Menschen sollen sich in Papenburg sicher fühlen können. Deshalb setzen wir uns für gut beleuchtete Wege und Plätze, übersichtliche öffentliche Räume sowie eine Stadtplanung ein, die Sicherheit von Anfang an mitdenkt. Angsträume sollen systematisch erfasst und Schritt für Schritt beseitigt werden.

Gleichstellung in allen Bereichen mitdenken

Gleichstellung muss bei kommunalen Entscheidungen selbstverständlich sein – von der Stadtentwicklung über Mobilität bis hin zu Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten. Unser Ziel ist eine Stadt, in der alle Menschen die gleichen Chancen haben und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Unser Ziel

Wir wollen ein Papenburg, in dem Frauen und Mädchen sicher leben können, Gewalt keinen Platz hat und Betroffene schnell und unbürokratisch Hilfe erhalten. Ein Frauenhaus in Papenburg ist für uns ein wichtiger Schritt zu mehr Schutz, mehr Gerechtigkeit und mehr Gleichstellung.

Barrierefreiheit – Eine Stadt für alle

Barrierefreiheit ist kein Sonderthema und kein Luxus. Sie ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Sie betrifft nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern auch ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen, Menschen mit vorübergehenden Einschränkungen oder Personen mit chronischen Erkrankungen.

Wir wollen, dass Barrierefreiheit in Papenburg nicht länger nachträglich ergänzt, sondern von Anfang an konsequent mitgedacht wird – bei jeder Planung und jedem Bauvorhaben.

Barrierefreiheit konsequent umsetzen

Ob Straßen, Plätze, Radwege oder öffentliche Gebäude – Barrierefreiheit muss zum festen Bestandteil kommunaler Planungen werden. Sichere und barrierefreie Fuß- und Radwege sind keine Nebensache, sondern Voraussetzung für selbstständige Mobilität und Teilhabe.

Wir setzen uns dafür ein, dass alle Neubauten, Sanierungen und Umgestaltungen öffentlicher Räume konsequent nach den Prinzipien des „Designs für Alle“ geplant werden. Dazu gehören ausreichend breite Wege, abgesenkte Bordsteine, taktile Leitsysteme, gut erreichbare Querungen sowie ausreichend barrierefreie Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten.

Öffentliche Räume inklusiv gestalten

Barrierefreiheit endet nicht am Gehweg. Auch Sitzgelegenheiten, Spielplätze, Bushaltestellen und öffentliche Plätze müssen für alle Menschen nutzbar sein.

Dass bei neu angeschafften Sitzgelegenheiten oftmals nur einzelne Bänke tatsächlich barrierefrei nutzbar sind, zeigt, dass Barrierefreiheit häufig noch nicht konsequent mitgedacht wird. Wir möchten, dass dies künftig selbstverständlich wird – ohne zusätzlichen Aufwand oder spätere Nachbesserungen.

Digitale Barrierefreiheit stärken

Auch digitale Angebote der Stadt müssen für alle Menschen zugänglich sein. Wir wollen Papenburg zu einem Vorreiter bei der digitalen Barrierefreiheit machen. Städtische Internetseiten, Online-Dienstleistungen und Informationsangebote sollen verständlich, barrierefrei und auf unterschiedlichen Endgeräten problemlos nutzbar sein. Digitale Teilhabe ist heute ein wichtiger Bestandteil moderner Daseinsvorsorge.

Gesundheitsfreundliche Stadtgestaltung

Eine inklusive Stadt berücksichtigt auch Menschen mit nicht sichtbaren Einschränkungen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, bei Neubauten, Sanierungen und der öffentlichen Beleuchtung auf blendarmes, bedarfsgerechtes Licht zu achten. Zu grelle oder schlecht geplante Beleuchtung kann Menschen mit Migräne, neurologischen Erkrankungen, Autismus oder erhöhter Lichtempfindlichkeit erheblich beeinträchtigen. Moderne Lichtkonzepte schaffen Sicherheit und Aufenthaltsqualität, ohne unnötig zu belasten.

Gemeinsam planen

Barrierefreiheit gelingt am besten, wenn die Erfahrungen der Betroffenen frühzeitig einbezogen werden. Deshalb wollen wir Menschen mit Behinderungen, Seniorinnen und Senioren sowie ihre Interessenvertretungen bei wichtigen Planungen aktiv beteiligen. So entstehen Lösungen, die im Alltag wirklich funktionieren.

Unser Ziel

Wir wollen ein Papenburg, das für alle Menschen zugänglich ist – unabhängig von Alter, körperlichen Voraussetzungen oder gesundheitlichen Einschränkungen. Barrierefreiheit soll kein nachträglicher Zusatz mehr sein, sondern selbstverständlicher Bestandteil jeder kommunalen Entscheidung. Denn eine Stadt, die barrierefrei ist, ist eine bessere Stadt für alle.