Die Grünen Emsland Nord haben sich im Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Lena Gumnior über die aktuelle Diskussion zum Sexualstrafrecht informiert. Gumnior war am 16. Juni dafür ins Arkadenhaus zum „Grünen Stammtisch“ gekommen. Seitdem im März 2026 bekannt wurde, dass Collien Fernandes ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen wegen Identitätsdiebstahls und Körperverletzung angezeigt hat, ist das öffentliche Interesse am Thema stark gestiegen. Ulmen soll Pornographie-Videos seiner Ex-Frau veröffentlicht und sie „virtuell vergewaltigt“ haben. Vor diesem Hintergrund argumentierte Dr. Lena Gumnior MdB dafür, das Strafrecht im Sinne potenzieller Opfer zu verbessern: „Sex ist nur dann okay, wenn alle Beteiligten ausdrücklich einverstanden sind. Nur ja heißt ja.“ Bisher gilt rechtlich: „Nur Nein heißt Nein“. Doch nicht immer könnten Betroffene sexualisierter Gewalt sich ausdrücklich zur Wehr setzen, zum Beispiel dann, wenn sie in eine Schockstarre verfallen. Lena Gumnior sagte weiter: „Ein Gesetzentwurf der Grünen zur Einführung eines konsensbasierten Sexualstrafrechts liegt auf dem Tisch. Jetzt ist die Regierung am Zug zu zeigen, dass sie es mit dem Schutz der Betroffenen tatsächlich ernst meint.“ In der Diskussion mit Dr. Lena Gumnior MdB wurde außerdem angesprochen, dass auch in Papenburg mehr Prävention und Aufklärung nötig seien. Gesellschaftlicher Fortschritt käme schließlich nicht allein über das Strafrecht zustande.
Foto: Dr. Lena Gumnior MdB (vierte von links) mit Kandidat*innen für den Papenburger Stadtrat
