Volles Haus in Papenburg: Austausch über Klimaschutz, Biogas und erneuerbare Energien

gruppe von menschen bei ienem vortrag

Am Dienstagabend fand in der Alten Drostei in Papenburg die Veranstaltung „Energiewende umsetzen statt abwürgen“ des GRÜNEN Ortsverbands Emsland Nord und des Kreisverbands Emsland statt. Über 70 Interessierte nahmen teil und sorgten für einen außerordentlich gut besuchten Abend, der von intensivem Austausch und einer offenen Gesprächsatmosphäre geprägt war. Hauptredner Sven Giegold, Staatssekretär a.D. im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und Mitglied im Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, betonte in seinem Impuls die Bedeutung einer konsequenten und mutigen Umsetzung der Energiewende für Klima, Wirtschaft und regionale Entwicklung.

Auch die weiteren Gäste auf dem Podium brachten wichtige Perspektiven ein. Dr. Thomas Freese von der Rijksuniversiteit Groningen stellte internationale Entwicklungen im Bereich grüner Energieträger vor und erläuterte, welche innovativen Ansätze die Forschung in den Niederlanden verfolgt. Natascha Eggers vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung in Magdeburg gab Einblicke in aktuelle Projekte zu Wasserstofftechnologien, zu intelligenten Energiesystemen und widmete sich zusätzlich ihrem Schwerpunkt Biogasanlagen. Sie zeigte auf, wie moderne, effiziente Biogasanlagen einen zentralen Beitrag zur regionalen Energiewende leisten können.

Aus der Praxis berichtete Olaf Weddermann, Geschäftsführer der Reederei Norden-Frisia, der die bereits realisierten Schritte hin zu emissionsarmer Inselmobilität und klimafreundlichen Schiffsantrieben schilderte und zugleich anbot, zu einem späteren Zeitpunkt erneut nach Papenburg zu kommen, um den Austausch fortzusetzen.

Die Moderation des Abends übernahm Julian Pahlke, Bundestagsabgeordneter a.D., der die verschiedenen inhaltlichen Beiträge zusammenführte und das Publikum aktiv in die Diskussion einband. Im Anschluss an die Podiumsrunde entwickelte sich ein lebendiger und teils sehr persönlicher Austausch zwischen den Gästen, den Referierenden und den Teilnehmenden. Bei einem langen, freundlichen Beisammensein in der besonderen Atmosphäre der Alten Drostei klang die Veranstaltung aus.

Die Veranstalter zeigten sich sehr zufrieden mit dem Abend. Die hohe Beteiligung und die vielfältigen Gespräche machten deutlich, wie groß das Interesse an der Zukunft der regionalen Energiewende ist und wie wichtig es vielen Menschen ist, gemeinsam an konstruktiven Lösungen zu arbeiten.